Die Futtermilbenallergie

Tipps und Hilfe für deinen Hund

Die Futtermilbenallergie:
Tipps und Hilfe für deinen Hund

Ist die Futtermilbenallergie eine Futtermittelallergie?

In unseren Beiträgen „Allergien beim Hund: Wie sie entstehen und was das Futter dabei für eine Rolle spielt“ und Allergien beim Hund: Symptome, Identifizierung und Therapie haben wir uns ausführlich mit Allegien gegen Futtermittel befasst.

In diesem Beitrag geht es nun um eine Allergie, die häufig damit verwechselt wird: die Futtermilbenallergie.

1. Was ist die Futtermilbenallergie eigentlich?

Bei dieser Allergie reagieren die Hunde auf Futtermilben mit sehr ähnlichen Symptomen wie bei einer Futtermittelallergie. Vor allem starker Juckreiz und Hautentzündungen kommen häufig vor.

Futtermilben, auch Vorratsmilben genannt, gehören zu den Spinnentierchen, haben eine weißliche Farbe und sind zwischen 0,3 – 0,8mm lang.

Die Vorratsmilbe kommt weltweit vor und landet durch verunreinigte Nahrungs- und Futtermittel in unserem Zuhause.

Die Tierchen brauchen eine Luftfeuchte von 65 – 100% und eine Zimmertemperatur von 20 – 30°C, um sich vermehren zu können. Sind diese Umstände gegeben, können Futtermilben bis zu 100 Eier pro Tag legen.

Sie ernähren sich von gelagerten Lebensmitteln, wie Mehl, Obst, Nüsse und Fleisch.

Auf welche Allergene reagiert das Immunsystem?

  • Auf den Kot der Milbe
  • Den Milbenkörper
  • Auf das Sekret der Milbe
  • Auf die für die Milbenhäutung benötigten Enzyme

Die Allergene werden aus dem Futter oder der Umgebung aufgenommen.

Auch im Hausstaub können sich Allergene befinden, da der Milbenkot trocknet, staubartig zerfällt und als Schwebeteilchen immer wieder aufgewirbelt werden.

Wichtig zu wissen ist, dass das Vorkommen von Milben in der Wohnung nicht bedeutet, dass mangelnde Hygiene oder mangelnde Sauberkeit vorherrschen. Über 1/5 des Getreides und der Körner im Supermarkt sind bereits von Vorratsmilben kontaminiert.

2. Wie kommen die Milben ins Futter?

Vor allem im Trockenfutter befinden sich häufig Vorratsmilben. Diese können überall in der Produktionskette in das Futter gelangen, bevor die Packung überhaupt im Zuhause des Hundes eintrifft.

Ob Trockenfutter befallen ist erkennt man oft an einem „minz-artigen Geruch“ oder dem braunen Milbenstaub am Boden der Verpackung. Um das zu umgehen kann man anfangen, das Hundefutter selbst zuzubereiten oder auf Nassfutter umzusteigen.

3. Was sollte ich bei der Lagerung des Trockenfutters beachten?

Diese Hacks helfen dir Futtermilben vorbzubeigen:

  • Verwende einen luftdicht verschlossenen Behälter, in dem der Futterbeutel aufbewahrt wird.
  • Öffne dir Verpackung nur kurz und nutze immer sauberen Löffel zur Entnahme des Futters.
  • Wasche den Futterbehälter regelmäßig heiß aus.
  • Lagere das Trockenfutter nicht neben dem Hundebett.
  • Lagere das Trockenfutter nicht im Stall, Futtermilben sind oft in Heu oder Stroh.
  • Kaufe kleinere Futtersäcke oder friere einen Teil davon ein.
  • Kaufe Futter, dessen MHD noch weit in der Zukunft liegt.

4. Wie kann ich meinem Hund bei einer Futtermilbenallergie helfen?

Zur Diagnose einer Futtermilbenallergie sollte ein Tierarzt zur Hilfe geholt werden. Dieser versucht über einen Haut- oder Bluttest eine Diagnose zu stellen.

Falls dein Hund unter einer allergischen Reaktion auf Vorratsmilben leidet kannst du ihm so das Leben erleichtern:

  • Wasche Decken, Hundebetten, etc. wöchentlich bei 60°C (tötet Milben ab)
  • Lasse deinen Hund nicht im Schlafzimmer schlafen (Milben vermehren sich gerne in Matratzen)
  • Nutze Milbensprays für die Räume
  • Staubsauge nicht im gleichen Raum, in dem sich dein Hund gerade aufhält (im Staub können Milben enthalten sein)
  • Versehe deinen Staubsauger mit Allergenfilter
  • Wische Möbel und Böden häufig
  • Halte Luftfeuchtigkeit im Haus unter 50%

Wir hoffen wir konnten dir und deinem Hund mit unseren Tipps das Leben mit einer Futtermilbenallergie ein wenig erleichtern.

 

Falls du nun auf der Suche nach Nassfutter sein solltest, können wir dir die folgende Auswahl empfehlen:

Die für den Text verwendeten Quellen findest du übrigens hier.

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