Der Futternapf

Welcher ist der Gesündeste für deinen Hund?

Der Futternapf – welcher ist der Gesündeste für deinen Hund?

Der Futternapf.

Grün, pink, schwarz oder doch blau?

Hoher Rand, tiefer Rand oder Anti-Schling Napf?

Plastik, Edelstahl, Keramik oder Silikon?

Welchen Futternapf soll ich auswählen?

Diese Fragen schießen wahrscheinlich jedem Hundebesitzer in den Kopf, sobald er vor der ausschweifenden Auswahl an Futternäpfen im Tierfachhandel steht.

Das Sortiment kennt inzwischen fast keine Grenzen und oft fällt die Entscheidung schwer, welcher Futternapf es am Ende wird. Bestenfalls soll er ein schönes Design haben, stabil, bezahlbar und natürlich auch gut zum Reinigen sein. Wie treffe ich also die richtige Wahl?

Wichtig ist grundsätzlich, dass das Produkt als „lebensmittelecht“ ausgezeichnet wurde.

Lebensmittelecht bedeutet, dass das Produkt unschädlich ist und keine geruchliche oder geschmackliche Wirkung auf Lebensmittel hat.

Falls das nicht der Fall ist, sollte man sich bei Verkäufer und/oder Hersteller erkunden. Wenn diese jedoch auch keine sichere Aussage dazu geben können wäre es besser, auf das Produkt zu verzichten.

Welche Faktoren spielen eine wichtige Rolle bei der Auswahl des Futternapfes?

  • Welche individuellen Bedürfnisse hat mein Hund?
  • Größe des Napfes
  • Design und die Stabilität
  • Konische Form des Futternapfes (= untere Napf-Rand hat einen größeren Durchmesser als der Obere)
    → dadurch wird der Futternapf stabiler und kippt nicht so schnell um.
  • Napf muss gut zu reinigen sein, wenn möglich sogar geschirrspülfest
    → verhindert die Bildung von Keimen und Bakterien von Anfang an

Welche Größe sollte der Napf haben?

Hunde sollten 2-4% ihres Körpergewichtes an Futter pro Tag bekommen. Der Futternapf sollte also groß genug sein, um diese Menge fassen zu können.

Um vorzubeugen, dass ein Teil des Futters nicht auf dem Boden landet, sollte der Napf immer ein wenig größer sein, als die Futterration, die hineinkommt.

Aber aufpassen: Falls der Napf wiederum zu groß ist, könnte es sein, dass der Hund mit seinen Vorderpfoten in die Schüssel steigt, um besser an das Futter zu gelangen.

Wie bereits erwähnt können Hundebesitzer inzwischen aus mehreren Materialien wählen. Dieser Artikel erklärt im Folgenden über die verschiedenen Napfarten auf, welche Vor- und Nachteile sie haben und ob sie gesundheitlich unbedenklich sind.

Der Plastiknapf

Da Plastik stabil, leicht zu reinigen und in den verschiedensten Farben und Formen erhältlich ist, greifen Hundebesitzer gerne mal zum Plastiknapf.

Leider gibt es aber große Unterschiede bei der Herstellung des Kunststoffes. Oft sind giftige Zusatzstoffe vorhanden oder das Plastik wird aus nicht recyclebaren Stoffen hergestellt.

Zum besseren Verständnis, warum Kunststoff giftig sein kann und welche Arten von Plastik man besser meiden sollte, gibt es einen kleinen chemischen Exkurs:

AtomeKleinste Einheit eines chemischen Elements
MoleküleTeilchen, das aus mehreren Atomen besteht
Monomere

Reaktionsfähige Moleküle; oft mit C=C Doppelbindung

→ Bsp.: Vinylchlorid

Polymere

Chemische Verbindungen, die aus mehreren Monomeren bestehen.

Synthetische oder halbsynthetische Polymere sind Hauptkomponente für Kunststoffherstellung.

→ Bsp.: Polypropylen

Organische Stoffe

Chemische Stoffe, die das Element Kohlenstoff (= C) beinhalten

→ Bsp.: Methan

AldehydeChemische Verbindungen, die eine eigenständige Carbonylgruppe enthalten
SyntheseMonomere werden durch den Vorgang der Synthese zu Molekülketten
AdditiveZusatzstoffe, die beispielsweise Kunststoff zugefügt werden um ihm gewünschte Eigenschaften wie Formbarkeit oder Stabilität zu geben
Legierung

Verbindung von zwei oder mehreren Metallen oder anderen chemischen Elementen

→ Ein Metall muss aber immer dabei sein

SpurenelementeMineralstoffe, die in Massenanteilen von weniger als 50mg pro kg vorkommen

Kunststoff, umgangssprachlich auch gerne Plastik genannt, ist ein Festkörper, der aus mehreren Polymeren besteht. Diese Polymere sind organisch, sprich, sie beinhalten das Element Kohlenstoff.

Wie wird Plastik hergestellt?

  • Plastik wird durch Erdöl hergestellt, das häufigste Ausgangsprodukt hierfür ist Naphtha (ein Rohbenzin)
  • Den Plastik-Pellets, die in der Fabrikation entstehen, werden Additive hinzugefügt.
  • Additive sind wichtig für die Eigenschaften, die das Kunststoffprodukt am Ende haben soll.
    → Additive = Weichmacher, Farbmittel, Antistatikmittel, oder Stabilisatoren

Additive sind jedoch nicht immer ungefährlich, vor allem Weichmacher können manchmal gesundheitsschädigend sein. Weichmacher, wie der Name verrät, sind Zusatzstoffe, die dazu beitragen, den Kunststoff flexibler, weicher und elastischer zu machen. Sie lagern sich zwischen Kohlenstoff-Molekülen ein, was diese lockert und erweichen lässt.

  • Weichmacher binden sich chemisch nicht an Kohlenstoff und können dadurch entweichen.

Zwei Weichmacher, die inzwischen erwiesenermaßen gesundheitsschädlich wirken, sind Bisphenol A (BPA) und Phthalate.

Bisphenol A ist eine synthetische Chemikalie, die vor allem zur Herstellung von Polycarbonat (einem Kunststoff) verwendet wird. Durch Erhitzen des Kunststoffes, in dem BPA als Weichmacher benutzt wurde, kann dieser entweichen und von Mensch und Tier aus der Luft aufgenommen werden. Aber auch im Staub, in Oberflächengewässern, im Meerwasser, in Treibhausobst und Trinkwasser wurde BPA nachgewiesen.

Bereits 2011 wurde es in Kanada als gesundheitsschädlich erklärt, weil es den Hormonhaushalt verändert.

Was passiert durch große Mengen Bisphenol A?

  • kann zu Störungen der Entwicklung, des Verhaltens und der Fruchtbarkeit führen
  • Impotenz, Diabetes und Brustkrebs verursachen

Auch Phthalate haben negative Auswirkungen auf den Hormonhaushalt. Sie werden wie BPA durch die Luft und Nahrung aufgenommen, wenn der Kunststoff beispielsweise erhitzt wird. Phthalate werden für die Herstellung von Polyvinylchlorid benötigt.

Wie bereits erwähnt werden die Kunststoffarten Polyvinylchlorid (PVC) und Polycarbonat (PC) mit Hilfe von Weichmachern hergestellt und können deswegen gefährliche Auswirkungen auf den Organismus haben.

Für was werden diese Kunststoffe eingesetzt?

  • Polyvinylchlorid = Gartenmöbel, Schallplatten aber auch Spielzeug
    → nutzt Phthalate als Weichmacher
  • Polycarbonat = Fahrzeugbau, Speichermedien oder auch Plastikgeschirr und Spielzeug
    → nutzt BPA als Weichmacher

Manchmal benötigt man für die Kunststoffherstellung auch ein Kunstharz, das aus Melamin hergestellt wird. Melamin ist ein weißes geruchs- und geschmackloses Pulver. Lässt man dieses Pulver mit Formaldehyd reagieren bekommt man Melamin-Formaldehyd-Harz.

Auch Melamin richtet in größeren Mengen gesundheitliche Schäden an. Wie?

  • Durch Kontakt mit Säure oder durch Erhitzen
  • Kann in Lebensmittel übergehen

Woran erkennt man aber, ob das Plastikprodukt möglicherweise ungesund ist? Im Normalfall besitzen Artikel aus Kunststoff einen Recyclingcode. Dieser besteht aus:

  • drei Pfeilen (der Verwertungskreislauf)
  • einer Nummer in der Mitte dieser Pfeile (Material)
  • einer Kurzbezeichnung des Werkstoffes

Im Internet gibt es mehrere Listen, anhand derer man die Recyclingcodes entschlüsseln kann.

Der Code für Polyvinylcarbonat ist beispielsweise 03 PVC. Möchte man nicht auf Plastikprodukte verzichten, da diese ja durchaus auch Vorteile besitzen, kann man nach Polyethylen (PE) oder auch Polypropylen (PP) zurückgreifen, die beide ohne Weichmacher hergestellt sind.

Dennoch sollte man möglichst Speisen nicht in Plastikbehältnissen in der Mikrowelle oder im Ofen erhitzen oder das Essen zu lange darin aufzubewahren.

Puh…das war jetzt keine leichte Kost, daher  hier etwas einfacher dargestellt unsere Empfehlungen in Bezug auf den Plastiknapf:

Vor- und Nachteile des Plastik-Futternapfes

Plastikfutternäpfe sind oft sehr preiswert, weshalb sie in jedem Tierfachhandel zur Verfügung stehen.

Die Näpfe besitzen meist eine relativ stabile Form und einen Gummirand, damit sie vom Hund nicht über den Boden geschoben werden können.

Durch die glatte Oberfläche lässt sich der Futternapf gut reinigen und ist meist sogar Geschirrspüler tauglich.

Als sehr stabiles und bruchfestes Material wird gerne Melamin genutzt. Leider kann man diese Schüsseln unten schlecht säubern, weshalb sich Keime und Schmutz ansammeln könnten.

Kunststoff neigt außerdem wegen seines geringen Gewichts zum Kippen und kann zu größeren Sauereien auf dem Küchenboden führen.

Plastiknäpfe können chemische Gerüche und Schadstoffe absondern, die das Tier über Futter und Wasser aufnimmt. Die Schüsseln halten nicht ewig und müssen oft relativ bald wieder ausgetauscht werden.

Ist Plastik Welpen-fest?

Vor allem bei Welpen ist Vorsicht geboten, wenn sie ihr Futter aus Plastiknäpfen zu sich nehmen. Nicht zu selten kauen die jungen Hunde auf ihrem Napf herum.

Kunststoff ist nicht bissfest und kann im schlimmsten Falle splittern und zu Verletzungen führen.

Worauf muss ich noch achten?

Gefährlich bei Plastiknäpfen sind vor allem Weichmacher, wie BPA und Phthalate, die sich aus den Plastikprodukten lösen können.

Gelangen diese in den Organismus des Tieres können gesundheitsschädigende Nebenwirkungen folgen, die in den Hormonhaushalt und Stoffwechsel eingreifen.

Welche Plastikarten sollte man meiden?

  • Melamin
  • Polyvinylchlorid (PVC)
  • Polycarbonat (PC)
  • Acrylnitril
  • Polyurethan (PU)
  • Polystyrol

Damit der Futternapf immer gut gefüllt ist, schaue dich gerne auf unserem Marktplatz für gesundes und nachhaltiges Hundefutter um:

Der Futternapf aus Edelstahl

Einen großen Vorteil, den Näpfe aus Edelstahl gegenüber Plastik haben ist, dass sie nicht porös sind.

Das bedeutet, dass die Tiere durch Beißen oder Kratzen keine Spuren im Material hinterlassen können, in denen sich Bakterien und Keime absetzen.

Stahl wird außerdem bei der Herstellung nicht so vielen Chemikalien ausgesetzt wie Plastik und ist frei von Weichmachern.

Edelstahl ist meist rostfrei, man kann ihn also ohne Bedenken sogar in die Spülmaschine stellen. Die meisten Näpfe besitzen auch am unteren Rand einen Gummi, der den Vierbeiner davon abhält, seinen Napf vor lauter Vorfreude auf das Essen durch den Raum zu schieben.

Aber: Obwohl sie rostfrei sind sollte man dennoch davon absehen, sie allzu lange der Witterung auszusetzen.

Edelstahlnäpfe kann bei vorsichtiger Verwendung fast lebenslänglich nutzen, da sie auch sehr stabil sind. Ebenfalls sind die Näpfe recht bruchfrei, außer kleineren Dellen passiert einem Edelstahlnapf auch durch einen Aufprall auf Fliesen oder Stein nicht.

Ist Edelstahl also absolut ungiftig?

Edelstahl wird durch die sogenannte Legierung hergestellt. Jedes Metall hat individuelle Eigenschaften und durch die Legierung werden die benötigten Eigenschaften verschiedener Metalle miteinander kombiniert.

Typische Metalle, die verknüpft werden, sind Aluminium, Chrom und Nickel. Der bekannteste Edelstahl ist der „18/10 Edelstahl“. Die Bezeichnung beschreibt den Prozentanteil von Chrom (18%), Nickel (10%) und Stahl (72%) im Edelstahl.

Nickel, Chrom und Molybdän fallen unter die Schwermetalle. Der Begriff „Schwermetalle“ bezeichnet umgangssprachlich toxische Substanzen.

Die Annahme ist jedoch problematisch, da viele dieser Elemente als Spurenelemente in einer bestimmten Menge lebensnotwendig für den Organismus sind. Eine zu große Häufung kann jedoch gesundheitliche Schäden hervorrufen.

Warum sind Schwermetalle überhaupt in Edelstahl vorhanden?

  • Chrom und Molybdän werden für die Korrosionsbeständigkeit benötigt
  • Nickel ist ein wichtiges Legierungselement für austenitische Stähle (= nichtrostende Stähle)

Das chemische Element Chrom kommt in verschiedenen Wertigkeiten (Oxidationsstufen) in der Umwelt vor. Das dreiwertige Chrom (Chrom III) kommt teilweise in unserem Körper vor, da wir es durch die Nahrung aufnehmen.

So enthält beispielsweise Getreide, Fleisch, Gemüse oder Hefe Chrom (III).

Gefährlich für den Körper ist dagegen das sechswertige Chrom. Es kann durch einige Speisenzubereitungen oder -lagerungen entstehen.

Chrom (VI) ist als karzinogen eingestuft, was bedeutet, dass er krebserregend wirken kann. Um die Bildung von Chrom (VI) zu vermeiden, sollte man stark säurehaltige Nahrung nicht für längere Zeit in Edelstahlbehältern und -gefäßen lagern.

Molybdän ist ein hartes Übergangsmetall, das die Stärke gegenüber hohen Temperaturen und Bruchfestigkeit von Metalllegierungen verbessert. Hohe Mengen an Molybdän gelten als giftig, da sie Gliederschmerzen, Gelenkmissbildungen und chronische Leberfunktionsstörungen hervorrufen können.

Das Legierungselement Nickel ist, wie Chrom auch, in geringen Mengen ein wichtiges Spurenelement im Organismus. Wird es jedoch in größeren Mengen von Mensch oder Tier aufgenommen, kann der Körper eine Allergie vom Spät-Typ (VI) entwickeln. Die aufkommenden Symptome sind Hautrötungen oder Juckreiz und zeigen sich in Hautknötchen und -bläschen.

Worauf solltest du bei Futternäpfen aus Edelstahl achten?

  • Hundefutter nicht über einen längeren Zeitraum im Napf stehen lassen
  • Keine extrem säurehaltigen Lebensmittel in den Napf füllen
  • Bei Anzeichen einer Allergie sofort den Tierarzt einschalten und auf ein anderes Napfmaterial umsteigen

Der Futternapf aus Keramik

Hochwertige Keramik ist meist in allen Farben und Formen erhältlich. Keramiknäpfe werden vor allem aus Tonmineralien hergestellt und haben durch ihr schweres Gewicht einen festen Stand.

Für deinen Vierbeiner ist es also nicht so einfach, den Napf umzuschmeißen oder durch den Raum zu schieben.

Für die Dichte des Napfes ist die Glasur von großer Bedeutung, da sie die Poren der Keramik verschließt und den Napf beständig gegen Feuchtigkeit macht. Das wiederum glättet die Oberfläche des Behältnisses und vereinfacht die Reinigung. Außerdem wird Wasser im Trinknapf dadurch länger kühl gehalten.

Leider ist Keramik jedoch nicht bruchfest. Deswegen solltest du den Rand des Napfes täglich auf Risse untersuchen, um zu vermeiden, dass sich der Hund daran verletzt.

Auf was musst du bei einem Keramiknapf achten?

Die Glasur muss lebensmittelecht sein!

Ist das nicht der Fall, kann sie Schwermetalle enthalten. Aber auch falls die Glasur als lebensmittelecht bezeichnet wird, sollte man als Halter davon absehen, Lebensmittel über längere Zeit in Keramikbehältnissen zu lagern.

Schwermetalle, wie Blei und Cadmium, könnten über das Futter in den Organismus des Hundes übergehen.

Das Lösen der Schwermetalle aus dem Napf kann durch besonders säurehaltige Lebensmittel geschehen, die Blei und Cadmium aus der Glasur loslösen.

Was kann durch eine Bleivergiftung passieren?

  • Unfruchtbarkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Auswirkungen auf den Intellekt
  • Erinnerungsschwund
  • Muskel-, Nerven- und Gelenkstörungen
  • Nierenprobleme
  • Etc.

 Deswegen ist es wichtig, nur Keramiktöpfe zu benutzen, die auch wirklich als Hundenapf ausgezeichnet werden und nicht auf Blumenuntersetzer oder ähnliches zurückzugreifen.

Tipp: Falls du ausprobieren möchtest, ob dein Hundenapf säurefest ist, kannst du ihn mit Essig füllen und für 24h stehen lassen. Falls sich die Glasur nach 24h nicht verändert hat, sollte sie säurefest sein. Jedoch kann es natürlich sein, dass die Schüssel noch für einige Zeit nach Essig riecht und deinen Vierbeiner eher abschreckt. 

Der Futternapf aus Porzellan

Als edlere Variante zu Keramikprodukten ist Porzellan meist noch etwas robuster als der handelsübliche Keramiknapf.

Porzellan gibt keine Schwermetalle ab und ist daher unproblematisch für die Gesundheit des Tieres.

Es kommt zu keiner Kontaktallergie oder Geschmacksveränderung des Futters. Die Näpfe sind außerdem leicht zu reinigen und zusätzlich geschirrspülfest.

Von der Preisklasse sind sie jedoch meistens teurer, als alle anderen vorgestellten Produkte.

Der Futternapf aus Silikon

Reisenäpfe werden meist aus Silikon hergestellt, da sie gut gefaltet werden können.

Silikonnäpfe eignen sich hervorragend für die Versorgung des Vierbeiners auf langen Auto- oder Zugfahrten.

Oft werden die Näpfe mit einem Haken versehen, den man an einem Gürtel oder einer Tasche befestigen kann. Dadurch ist das Mitnehmen auch für längere Spaziergänge kein Problem.

Der Silikonnapf ist relativ einfach zu reinigen und meist auch geschirrspülfest.

Gewöhnlich haben diese Näpfe eine Antihaftbeschichtung, wodurch weder Flecken noch Gerüche haften bleiben.

Das Material ist jedoch eher unstabil und eignet sich nicht für den täglichen Gebrauch. Außerdem hält der Napf aus Silikon nicht vielen Kratz- und Beißversuchen des Hundes aus und kann leicht kaputt gehen.

Woraus besteht Silikon?

  • besteht aus synthetischen Polymeren, die Silikon, Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und andere Elemente beinhalten
  • Material aber noch nicht unbedenklich nutzbar, da enthaltene Stoffe noch nicht ausreichend getestet wurden

So gibt es beispielsweise bei Silikon Backformen häufig das Problem, dass der Inhaltsstoff-Grenzwert überschritten wird.

In manchen Formen ist außerdem Phenanthren vorhanden, ein Schadstoff, der in den USA eigentlich schon auf der Liste der prioritären Schadstoffe steht.

Es ist also wichtig, immer genau nachzuschauen, welche Inhaltsstoffe für den Napf verwendet wurden. Nutzt man ihn nur zwischendurch auf Reisen, sollte der Silikonnapf jedoch kein Problem darstellen. 

Besondere Arten von Futternäpfen

Neben den verschiedenen Materialien kommen zusätzlich noch verschiedene Arten von Näpfen hinzu.

Der Anti-Schling Napf soll, wie der Name schon verrät, deinen Vierbeiner davon abhalten seine gesamte Futterration in wenigen Sekunden komplett aufzufressen. Warum?

  • Das schnelle fressen kann zu Magenproblemen führen
    → bspw. Blähungen, Gasaustritt oder sogar zu Erbrechen

Der Anti-Schling Napf hat meistens mehrere Noppen oder andere kleinere Erhöhungen, sodass der Hund nicht so schnell fressen kann. Der einzige Nachteil hier ist, dass diese Näpfe meist nur aus Plastik erhältlich sind.

 Für Hunde, die relativ lange Ohren haben, ist ein Napf mit hohem Rand von großem Vorteil. Ein etwas erhöhter Rand kann außerdem bei Welpen hilfreich sein, dass sie nicht mit ihren Vorderpfoten in die Schüssel steigen.

 Da Doggen durch ihre Größe schwerer mit dem Kopf zum Boden kommen, als ein Dackel, ist es oft gut, für größere Hunde eine Futterbar anzuschaffen. Dadurch müssen sie beim Fressen auch ihre Beine nicht mehr weit spreizen, um an das Futter zu gelangen.

Eine Futterbar ist ein Gestell aus Holz, Plastik oder Edelstahl in das ein oder zwei Näpfe eingehängt werden können. Entweder steht sie auf dem Fußboden, manchmal ist sie sogar mit Wandhalterung verfügbar. Für große Hunde ist es von Vorteil, wenn man die Höhe individuell einstellen kann und sie so ihren Nacken nicht überdehnen müssen.

Experten geben oft an, dass es für Hunde eh gesünder ist, ihre Nahrung erhöht zu sich zu nehmen. Es kann sich vor allem förderlich für Hunde mit Darmbeschwerden auswirken.

Die Näpfe sind meist fest verankert und können nicht verschoben werden. Hier fällt es jedoch oft etwas schwer, die Futterbar komplett zu säubern, da auch das Gestell von Zeit zu Zeit Futterreste abbekommen kann. Nicht nur für den Hund, auch für ältere Frauchen und Herrchen sind größenverstellbare Futterbars vorteilhaft. Falls man unter Knie- oder Rückenproblemen leidet, muss man sich nicht komplett auf den Boden bücken, um seinen Vierbeiner zu füttern. Leider ist eine Futterbar aber oft sehr teuer.

 Falls du ein paar Tage in der Woche hast, an denen es dir nicht möglich ist, deinen Hund zur normalen Zeit zu füttern, weil du außer Haus bist, kann ein Futterautomat Abhilfe schaffen. Manche Futterautomaten sind programmierbar und geben zur gewünschten Zeit das Futter für deinen Vierbeiner aus. Zusätzlich hemmt der Futterautomat, wie auch der Anti-Schling Napf, die Fressgeschwindigkeit, indem er nur kleinere Portionen ausgibt. Wichtig ist, die Funktionsmäßigkeit regelmäßig zu überprüfen, damit das Tier nicht hungern muss, falls ein Fehler des Automaten vorliegt.

Jedoch sind nicht alle Futterautomaten programmierbar und geben das Futter immer aus, sobald der Napf leer ist. Das wird problematisch, insofern man als Halter nicht mitbekommt, wie viel der Hund eigentlich schon gefressen hat. So etwas kann leicht zu Übergewicht des Tieres führen. Außerdem ist die Futtergabe für viele Hunde ein freudiges psychisches Erlebnis, das sie mit ihrem Besitzer verbindet, da es oft mit Lob und Belohnung verbunden wird.

Eine gute Idee ist dagegen der automatische Wasserspender, der deinen Vierbeiner zuverlässig mit Frischwasser versorgt. Manche Modelle gibt es sogar in Kombination mit einem kleinen Brunnen oder Miniatur Bachlauf. Das trägt dazu bei, dass das Wasser kontinuierlich umgewälzt und mit Sauerstoff bereichert wird. Der Nachteil ist jedoch, dass diese Automaten meist sehr teuer sind.

Welcher Futternapf ist die nachhaltigste Variante?

Wenn du dich fragst, was Nachhaltigkeit genau bedeutet und wie du mit deinem Vierbeiner nachhaltig leben kannst, gibt es auf unserem Blog auch einen Artikel, der dich über das Thema aufklärt.

Den Napf sollte man grundsätzlich erst einmal danach aussuchen, was das Tier für individuelle Bedürfnisse hat.

Schlingt er sein Futter immer herunter, bleibt einem meist nichts anderes übrig, als einen Anti-Schling Napf aus Plastik zu kaufen.

Das heißt aber nicht gleich, dass man nicht nachhaltig agiert, nur weil das gekaufte Produkt aus Kunststoff besteht. Passt man gut auf den Napf auf, kann er über eine längere Zeit haltbar und stabil bleiben.

Zur Hilfe kann man auf die Recyclingcode des Plastiknapfes achten. Laut Greenpeace sind die Nummern 1,2,4 und 5 in Ordnung.

Wichtig ist grundsätzlich zu versuchen, immer nachhaltig zu denken. Wenn man also vorhat den Plastiknapf für zwei Jahre zu verwenden und darauf aufpasst, dass er nicht kaputt geht, handelt man nicht weniger ökologisch als jemand, der einen Napf aus Edelstahl kauft.

Trotzdem sollte man natürlich im Kopf behalten, dass es Materialien gibt, die länger halten, als ein zwei Jahre und auch ökologischer produziert werden, als andere.

Dennoch steht natürlich an erster Stelle das Tierwohl und die individuellen Bedürfnisse des Hundes, nach denen man den Futternapf aussuchen sollte.

Die für den Text verwendeten Quellen findest du ürbigens hier.

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