Futterumstellung beim Hund: 5 Gründe

Und 6 Tipps wie es ganz einfach klappt

Futterumstellung beim Hund: 5 Gründe und 6 Tipps wie es ganz einfach klappt

Warum solltest du eine Futterumstellung bei deinem Hund vornehmen?

Eine Futterumstellung kann aus verschiedenen Gründen von Vorteil für deinen Vierbeiner sein, sei es dem Alter, der Gesundheit oder dem Nachhaltigkeitsgedanken geschuldet.

Grundsätzlich muss die Umstellung dem Alter, der Wachstumsphase und dem Gewicht des Hundes angepasst werden.

5 Gründe das Futter deines Hundes umzustellen

1. Futterumstellung beim Wechsel von der Muttermilch zum Welpenfutter

Die erste Umstellung, die jeder Hund mitmacht, ist der Wechsel von Muttermilch zum Säuglingsfutter. Das passiert meist noch beim Züchter, beziehungsweise beim ersten Besitzer.

In den ersten Tagen der Eingewöhnungszeit an das neue Zuhause und die Trennung von der Mutter sollte auch weiterhin das gleiche Futter gegeben werden, dass dem Welpen kein zusätzlicher Stress gemacht wird.

Im 1. Lebensjahr benötigt dein Hund vor allem viele Proteine, Mineralstoffe, Vitamine und Fettsäuren, damit der Aufbau der Körpersubstanz und die Entwicklung der wichtigen Körperfunktionen ohne Probleme voranschreiten kann.

Futtermumstellung Welpe miDoggy

2. Futterumstellung vom Welpenfutter zum Futter für erwachsene Hunde

Die Umstellung von Welpen- auf Adult Futter findet nach abgeschlossenem Wachstum statt, welches von der Rasse des Tieres abhängt.

Meist raten Tierärzte eine Umstellung im Alter von neun bis fünfzehn Monaten. Abgeschlossenes Wachstum bedeutet, dass der Hund nicht mehr in die Höhe wächst.

Sobald die Futterumstellung für den ausgewachsenen Hund beginnt kann man auch anfangen, die Futtermengen auf zwei Mahlzeiten zu beschränken. Der Magen kann ab diesem Zeitpunkt größere Mengen aufnehmen und zeitgleich ist der Hund auch in der Lage, längere Phasen ohne Futter auszuhalten. Das könnt ihr für euren Hund individuell entscheiden, mit wie vielen Mahlzeiten am Tag es ihm am besten geht.

Außerdem braucht der Hund weniger Energie und Nährstoffe, da sein Energiebedarf um etwa 1⁄4 bis 1⁄3 sinkt.

3. Wechsel zum Seniorenfutter

Auch im Alter sollte das Futter, sowie die Größe der Rationen, nochmals angepasst werden.

Ältere Hunde bewegen sich nicht mehr so viel und laufen schnell Gefahr, übergewichtig zu werden, da die Bewegungsfähigkeit des Dickdarms abnimmt.

Ein zu hohes Gewicht belastet die Gelenke und den Kreislauf, zusätzlich steigt auch das Diabetesrisiko. Der Vierbeiner wird träge, da die Fitness abnimmt und befindet sich dann in einem Teufelskreis.

Auch werden durch nachlassende Leistungsfähigkeit des Darms Nahrungsbestandteile nicht mehr so gut verarbeitet und es kann zur Unterversorgung wichtiger Nährstoffe kommen.

Hier ist es immer wichtig, das Futter für den Vierbeiner anzupassen und mit einem Tierarzt oder Ernährungsberater Rücksprache zu halten.

4. Futterumstellung wegen Krankheiten und Unverträglichkeiten

Krankheiten und Unverträglichkeiten verschiedener Nahrungsmittel können ebenfalls einen Futterwechsel notwendig machen.

Es gibt verschiedene Spezialfutter, die einige gesundheitliche Aspekte der Tiere unterstützen. So füttert man beispielsweise bei Gewichtsproblemen ein Diätfutter oder bei Glutenunverträglichkeit ein hypoallergenes Futter, das kein Getreide wie Soja oder Weizen enthält.

Vor allem bei Futter das viel Getreide beinhaltet, kommt es häufiger zu Unverträglichkeiten, die sich durch Verdauungsprobleme des Hundes ankündigen.

Gleichzeitig kann es aber auch sein, dass manche Fleischsorten nicht gut vertragen werden. Hier sollte man darauf achten schonende Eiweiß- und Kohlenhydratquellen wie Geflügel, Fisch, Reis, Kartoffeln oder sogar Insekten zu verwenden.

5. Futterumstellung aus dem Nachhaltigkeitsgedanken heraus

Zu guter Letzt sollte natürlich auch die Nachhaltigkeit noch als wichtiger Aspekt einer Futterumstellung genannt werden.

Falls du nicht nur deinen Fußabdruck, sondern auch den Pfotenabdruck deines Vierbeiners verringern möchtest wäre der erste Schritt von konventionell produziertem Futter wegzugehen.

Die nächstgelegene Möglichkeit ist der Kauf von Bio-Futter, bei dem das Fleisch nicht aus der Massenhaltung und -produktion stammt. Aber auch hier ist der CO₂ Ausstoß noch ziemlich hoch.

Weitere und nachhaltigere Möglichkeiten wären Insektenfutter oder gleich die vegane Ernährung, wie ihr hier erfahren könnt. Futter dieser Art findest du übrigens auch auf unserem Marktplatz.

Aber was kannst du tun, damit die Futterumstellung wirklich gut gelingt?
Wir haben dir 6 Tipps zusammengetragen, mit denen fast nichts mehr schief gehen kann!

1. So meisterst du eine Futterumstellung

Es gibt mehrere Arten, wie du das Futter umstellen kannst, aber nicht alle eignen sich gut für deine Fellnase.

Eine abrupte Umstellung gibt deinem Hund keine Zeit zum Umgewöhnen. Das Futter wird von einem Tag auf den anderen umgestellt und kann bei empfindlichen Hunden oft zu Verstopfung, breiigem Kot oder Durchfall führen. Außerdem ist es nicht selten der Fall, dass deinem Tier für 2-3 Tage der Appetit fehlt.

Besser ist dagegen die stufenweise Umstellung. Diese Methode wird wahrscheinlich am häufigsten praktiziert und gibt deinem Hund ca. 6 Tage Zeit zur Umgewöhnung.

Hier wird das verschiedene Futter miteinander vermischt. Man startet beispielsweise mit ¼ neuem und ¾ altem Futter. Im Abstand von zwei Tagen wird der Gehalt des neuen Futters immer um ¼ erhöht. Diese Methode ist für alle Hunde geeignet, die keine besonderen Empfindlichkeiten haben.

Die Stück für Stück Umstellung ist ein längerer Prozess, der über mehrere Wochen andauern kann. In der Praxis ist er jedoch eher wenig effizient, da immer nur sehr kleine Mengen des neuen Futters unter das Alte gemischt werden.

 

2. Umstellung von Nass- auf Trockenfutter. Problemlos möglich?

Leider ist der Wechsel von Nass- auf Trockenfutter oft mit Problemen verbunden. Dieser Wechsel sollte auch nur vorgenommen, wenn schwerwiegende Gründe dafür sprechen, da Nassfutter immer die gesündere Variante für den Hund ist.

Der Organismus deines Hundes ist auf das Nassfutter geprägt und gewohnt, dem Futter das Wasser zu entziehen. Die Umstellung auf Trockenfutter verändert den Wasser- und Elektrolythaushalt des Hundes.

Deswegen sollte man von Anfang an aufpassen, dass der Hund genug trinkt und dies auch nach der Umstellung weiterhin gewissenhaft überprüfen. Die Gewöhnungszeit beträgt hier ca. 2-4 Wochen und sollte auch nicht kürzer sein, da sonst möglicherweise gesundheitliche Probleme auftreten.

3. Wie stellst du fest, ob dein Hund das Futter verträgt?

Falls dein Hund am Anfang öfter Kot abgibt und dieser zusätzlich sehr weich ist, solltest du dir keine zu großen Sorgen machen.

Auch Blähungen können bei verdauungssensiblen Hunden auftreten, ist aber der Darmflora geschuldet, die sich an das neue Futter erst einmal gewöhnen muss. Das sollte sich jedoch nach 3-4 Wochen wieder einpendeln. Bei Rückkehr des normalen Kots hat sich dein Hund an die Umstellung gewöhnt.

Wichtig ist, die Wirkung der Umstellung auf den ganzen Hundeorganismus zu beobachten. Du kannst deinen Hund wöchentlich wiegen um zu kontrollieren, ob er stark ab- oder zunimmt.

Außerdem ist auch ein Blick auf Fell und Haut notwendig, da das Futter einen Einfluss auf die Hautgesundheit und Fellbeschaffung hat (Katarina).

4. Wie erkennst du, ob dein Hund Probleme hat?

Es kann verschiedene Symptome geben, die dir anzeigen, dass dein Hund die Umstellung nicht gut verträgt.

Wichtig ist, dass du den Kot deines Tieres beobachtest. Wie bereits erwähnt ist es normal, dass dein Hund häufiger muss und der Kot auch weicher ist, als normalerweise.

Falls sich das jedoch nach 3-4 Wochen nicht wieder verändert und starke Blähungen dazu kommen ist es ein Indiz, dass der Organismus deines Vierbeiners das Futter nicht gut verarbeiten kann. Auch Juckreiz oder Allergien können Symptome für eine falsche Nahrung sein.

Diese Symptome können durch Futtermittelallergien hervorgerufen werden. Typisch dafür sind Rötungen, Schuppen, Durchfall oder Erbrechen.

Falls es dazu kommt ist es wichtig, einen Tierarzt einzuschalten. Um das Szenario zu vermeiden solltest du von vornherein auf hochverdauliche und gut verträgliche Inhaltsstoffe achten.

Aber auch, falls dein Hund das Futter nicht verträgt, solltest du nicht verzagen. Durch Ausprobieren und Gesprächen mit dem Tierarzt und/oder eines Ernährungsberaters findest mit Sicherheit das richtige für deine Fellnase.

5. Für welches Futter solltest du dich entscheiden?

Wie bereits erwähnt ist es wichtig, dass dein Hund die Inhaltsstoffe des neuen Futters gut verdauen kann und sie keine negativen Auswirkungen auf das Tier haben.

Deswegen solltest du dich als Frauchen/Herrchen mit den Inhaltstoffen gut vertraut macht. Bei der Auswahl des neuen Futters ist ein Blick auf das Etikett und die Nahrungsbestandteile notwendig.

Mache dir am besten eine Liste mit Zutaten, die dein Hund schon immer gut vertragen hat, und behalte diese bei.

Das gleiche solltest du bei Zutaten machen, gegen die dein Hund eine allergische Reaktion hat, um sie vermeiden zu können.

Gesundheitliche Vorteil bringt es auch, wenn du auf künstliche Konservierungsstoffe, Aromen und Farbstoffe verzichtest.

Eines der wichtigsten Kriterien sollte aber natürlich sein, dass dein Hund das Futter gerne frisst und ihm seine Nahrung schmeckt.

6. Achtung – jeder Hund ist individuell!

Hunde sind, genau wie Menschen, keine homogene Gruppe. Sie haben verschiedene Vorlieben, ihr Körper und seine Funktionen verschiedene Voraussetzungen.

Auch die Rasse spielt bei der Futterauswahl eine große Rolle hinsichtlich des Bewegungsaspektes und der damit benötigten Energiezufuhr (tierfreund).

Hunde vertragen nicht alle Inhaltsstoffe gleich gut, nur weil also ein anderer Hund ein Futter gut verträgt, heißt es nicht, dass es deiner auch wird.

Es kann auch gut sein, dass sich bei einem Futterwechsel die Menge, die dein Hund benötigt, verändert.

Manchmal ist das nur für den Zeitraum während der Umstellung, es kann sich aber auch über mehrere Wochen hinweg strecken. Das zeigt, dass sich der Stoffwechsel des Hundes an das Neue gewöhnen muss und die Dauer ganz auf den Hund ankommt.

Vergiss nicht, auf deinen Hund und seine speziellen Bedürfnisse zu achten und einen Tierarzt zu konsultieren.

Die für den Text verwendeten Quellen findest du übrigens hier.

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