10 Tipps für ein nachhaltiges Leben mit Hund

10 Tipps für ein nachhaltiges Leben mit Hund

Nachhaltigkeit geht jeden etwas an – auch deinen Hund. 

NACHHALTIGKEIT – Eine Entwicklung, die es den zukünftigen Generationen möglich machen soll, genauso gut, oder sogar besser zu leben, als die Gegenwärtige. Politisches, wirtschaftliches und ökologisches Handeln soll sich an diesem Leitbild orientieren, um eine sichere Zukunft zu gewährleisten (Lexikon der Nachhaltigkeit).

Aber nicht nur Regierungen eines Landes oder große Firmen sollten sich mit dem Nachhaltigkeitsgedanken beschäftigen, auch jedes Individuum kann kleine Dinge in den Alltag einbauen, um nachhaltiger zu leben.

Und nicht nur der Mensch hat einen ökologischen Fussabdruck, auch dein Hund hat einen „Pfotenabdruck“. Was das beides ist, erfährst du in unserem Beitrag zum ökologischen Pfotenabdruck.

Aber werden wir praktisch: in diesem Beitrag haben wir dir 10 Tipps zusammengetragen, mit denen du die Nachhaltigkeit auch im Zusammenleben mit deinem Hund ganz leicht unterbringen kannst. 

1. Kotbeutel

Kotbeutel aus Plastik sind nicht recyclebar und machen aus einem 100%-ig biologischem Produkt ein nicht abbaubares Problem.

Bessere Optionen zum Plastik wären beispielsweise Hundetüten aus recycelter Pappe oder kompostierbare Hundetüten. Letzteres verrottet, wie Kot, auf natürliche Art und Weise – braucht jedoch etwas länger.

Eine andere Variante wird aus recycelten Kunststoffen hergestellt und verschwendet somit keine wertvollen Ressourcen. Trotzdem muss man sich natürlich im Klaren sein, dass diese Produkte nicht gut abbaubar sind.

Um das Kaufen von Kotbeuteln insgesamt zu umgehen könnte man auch einfach altes Zeitungspapier beim nächsten Spaziergang mitnehmen.

Eine der wahrscheinlich natürlichsten Varianten ist, den Kot einfach an Ort und Stelle liegen zu lassen. Hier streiten sich aber auch die Geister und wenn dann natürlich nur, wenn er weit weg von jeglicher Straße, Spielplatz oder gut besuchter Grünfläche ist. Unter einem Busch zum Beispiel kann er einfach verrotten, ohne Müll zu machen.

2. Zubehör

Jedes nicht gekaufte Zubehör ist ein gutes Zubehör.

Und seien wir mal ehrlich, oft haben unsere Hunde doch schon genug Spielzeug zuhause, mit dem sie sich gut beschäftigen können. Dies lässt sich aber auch sehr einfach selbst herstellen. Man kann zum Beispiel eine alte Jeans nehmen, die in Streifen schneiden und ein Zerrspielzeug daraus herstellen.

Falls es trotzdem mal etwas Neues geben soll gibt es vieles, was immerhin kein Plastik enthält. Das ist für die Fellnasen auch gesünder!

Gleiches gilt auch für Halsbänder und Leinen. Vor allem im Internet gibt es genügend Onlineshops, die Zubehör aus natürlichen Stoffen wie Hanf oder Baumwolle herstellen. Dadurch vermeidet man zusätzlich auch allergiebelastete Stoffe aus maschinell produzierten Produkten zu kaufen.

Eine weitere tolle Idee zum Recyceln ist das Hundebett aus alten Decken herzustellen. So wird der Schlafplatz gleich viel kuscheliger für die Tiere. Alte Dinge wiederzuverwenden, statt wegzuschmeißen, spart zudem Geld und ist eine aktive Entscheidung gegen den Massenkonsum.

Genauso nachhaltig ist es, Dinge von Freunden und Bekannten auszuleihen, bevor man sie selbst neu kauft.

Auch wenn man selbst Zubehör hat, das der Hund nicht mehr benutzt, kann man es spenden statt wegzuschmeißen.

Dadurch müssen es andere Leute nicht kaufen und man schafft es, den Massenkonsum ein wenig einzudämmen.

3. Gassi gehen

Viele Hundebesitzer fahren mit dem Auto ins Grüne, um ihren Lieblingen und sich selbst etwas Gutes zu tun.

Wie wäre es stattdessen, schöne Plätze in der Nähe aufzusuchen? Einen kleinen Park, schöne, verwinkelte Gassen in der Stadt, neue Orte in der eigenen Umgebung finden.

Wenn es sowas nicht gibt kann man auch gut öffentliche Verkehrsmittel und das Fahrrad nutzen, um schöne Spazierstrecken zu erreichen.

Außerdem kann man natürlich auch schon bei einem bevorstehenden Umzug darauf achten, in die Nähe eines Parks und Grünflächen zu ziehen. Oder gleich an den Stadtrand, falls das im Bereich des Möglichen liegt.

Das hat den großen Vorteil, dass der CO Ausstoßes des Autos eingespart wird. Und wer weiß, vielleicht lernt man beim täglichen Spaziergehen in der eigenen Umgebung ja andere Hundehalter kennen, mit denen man zwischendurch zusammen spazieren gehen könnte?

4. Flora und Fauna

Umweltbewusstsein kann man als Hundehalter auch bei der Achtung von Flora und Fauna zeigen.

So sollte man seinen Hund in Naturschutzgebieten immer an die Leine lassen und sowohl dort als auch in normalen Waldgebieten nicht wildern lassen. Das sichert die Tierbestände in der Region und bewahrt Tierarten vor dem Aussterben.

Zusätzlich ist es immer eine gute Idee eine Tüte und Handschuhe in der Tasche stecken zu haben, dass man den Müll in der Natur einsammeln kann. Das schützt Wildtiere davor, es zu fressen und zu erkranken oder sich daran zu verletzen.

5. Shampoo

Wie auch im Shampoo für den Mensch ist im Hundeshampoo oft Mikroplastik enthalten. Das verschmutzt die Umwelt und landet meistens im Meer, wo es kleinere Fische fressen und daran sterben.

Außerdem beinhaltet Shampoo aus der Drogerie leider oft Inhaltsstoffe, auf die dein Hund allergisch reagieren könnte.

Umso nachhaltiger – und meist auch billiger – ist es, das Shampoo einfach selbst herzustellen. Es gibt viele Anleitungen im Internet, die man sich zur Hilfe nehmen kann.

Oder aber ihr werft einen Blick in unser Buch „Lifehacks Hund – Die besten Kniffe für den Alltag.

6. Reinigungsmittel

Es kommt zwischendurch mal vor, dass, egal wie alt deine Fellnase ist, Unfälle im Haus passieren. Und dann nutzt man meist die bereits vorhandenen Reinigungsmittel.

Aber nicht nur für den Hund, auch für die Menschen im Haushalt ist es wichtig, dass non-toxische Mittel verwendet werden. Diese sind meist auch nicht voll mit Mikroplastik und schaden weder deinem Hund noch dir. Kauft hiergür am besten im Biomarkt in eurer Nähe ein.

7. Fleischrationen reduzieren

Eine der wirksamsten Methoden, nachhaltig zu leben, ist den Fleischkonsum zu reduzieren.

Da Hunde keine Karnivoren sind, sondern Allesfresser, können sie ihr Protein wie der Mensch auch aus anderen Nahrungsmitteln als Fleisch ziehen.

Grundsätzlich ist es dem Tier nämlich egal, woher das Protein kommt. Beispielsweise kann man Kartoffeln, Seitan oder Hülsenfrüchte nutzen.

Eine Idee, um das Fleisch zu reduzieren, wäre der Veggie-Tag. Den könnte man sogar auf die ganze Familie ausweiten, sodass es einen Tag in der Woche gibt, an dem kein Fleisch gegessen wird.

Dadurch kann viel Wasser und CO eingespart werden und es gibt so viele vegetarische Rezepte für Mensch und Tier, an denen man sich versuchen kann.

Du weißt nicht, was du deinem Hund am Veggie-Tag füttern sollst?
Dann entdecke hier unsere Auswahl an veganem Futter:

8. Ernährung des Hundes umstellen

Konventionelles Hundefutter ist voll von Fleisch aus der Massentierhaltung und Massenproduktion.

Möchte man davon Abstand nehmen kann man sich überlegen die Ernährung seines Hundes umzustellen.

Eine nicht so große Umstellung wäre es, Fleisch aus der Biohaltung zu kaufen. Für ein Biosiegel müssen Bauern viele Auflagen erfüllen, beispielsweise haben die Nutztiere mehr Platz auf den Weiden.

Falls Fleisch jedoch überhaupt nicht mehr gefüttert werden soll kann man sich überlegen, seinen Hund mit Futter aus Insekten oder vegan zu ernähren.

Was die Vor- und Nachteile der verschiedenen Ernährungsarten sind könnt ihr euch auch ausführlich hier auf unserem Blog durchlesen.

Falls ihr euch unsicher mit der Ernährungsumstellung fragt euren Tierarzt oder kontaktiert einen Ernährungsberater für Hunde und lest unseren Beitrag zur Futterumstellung.

Unser Angebot an Bio Nahrung:

Unser Angebot an Futter aus Insekten:

Unser Angebot an veganem Futter:

9. Hundefutter selbst kochen

Selbst die Umstellung auf eine fleischlose Ernährung des Hundes ist meist immer noch nicht 100% nachhaltig, da die Verpackungen aus Plastik oder Aluminium bestehen.

Um den Verpackungsmüll zu vermeiden gibt es die Möglichkeit, das Hundefutter selbst zu kochen.

Das hat den Vorteil, dass man selbst bestimmen kann, welche Inhalte in welcher Menge im Futter landen und das individuell auf das Haustier abstimmbar ist.

Außerdem ergibt sich dadurch die Möglichkeit, regionale Bauern zu unterstützen und das Hundefutter saisonal anzupassen.

Es liegt einem selbst in der Hand inwiefern man die Massentierhaltung und -produktion unterstützt oder eben nicht unterstützt.

Natürlich ist es hier auch absolut wichtig während der Umstellung den Hund unter Aufsicht eines Tierarztes oder eines Ernährungsberaters zu stellen.

10. Leckerlis und Hundekekse selbst backen

Nicht nur das Futter kann man umstellen, auch bei den Leckerlis sind nachhaltigere Optionen zu finden.

Um auch hier Verpackungsmüll zu vermeiden lohnt es sich in einen Tierfachhandel zu gehen. Hier kann man Leckerlis meistens lose kaufen. Wenn man dann auch noch einen Jutebeutel oder ein Obst- und Gemüsenetz mitbringt von zu Hause geht es fast gar nicht nachhaltiger.

Der einzige Nachteil der Leckerlis aus dem Tierfachhandel ist, dass sie leider nicht immer Bioqualität haben.

Stattdessen könnte man aber auch hier wieder selbst aktiv werden. Es gibt Unmengen an Leckerli Rezepten im Internet und auch wie oben schon erwähnt in unserem Buch „Lifehacks Hund – Die besten Kniffe für den Alltag, an denen man sich versuchen kann.

Und deine Fellnase hat bestimmt nichts dagegen, selbstgebackene, nachhaltige Kekse zu essen.

Ein weiterer Pluspunkt ist hier auch wieder, dass man selbst entscheiden kann, welche Inhaltsstoffe in den Leckerlis sind. Das wirkt sich nur positiv auf die Gesundheit deines Tieres aus.

Wir hoffen wir konnten euch mit unseren Tipps ein wenig inspieren das Leben mit eurem nachhaltig zu gestalten und wünschen euch viel Spaß bei der Umsetzung.

Die für den Text verwendeten Quellen findest du übrigens hier.

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